# 162

Überall schreiben sie Jahresrückblicke, schauen zurück und sagen: Naja, man muss die positiven Seiten sehen. Oder: Hey, es war eigentlich toll. Oder auch: Verdammt, war das geil.
Ich weigere mich. Ich weigere mich, die Vergangenheit als abgeschlossen zu betrachten. Das ist ungesund, aber ich komme einfach nicht mehr hinterher.
Vielleicht liegt es daran, dass ich in der letzten Zeit so wenig gebloggt habe, nicht alles in schriftlicher Form abgeladen habe. Ich bin nicht kurz davor, zusammenbrechen, nein. So weit ist es noch nicht. Aber ich brauche eine gute, lange, ruhige Pause. Eine Auszeit.
Ich will kein Fazit, keinen Schlussstrich ziehen, weil ich mein Leben doch nicht in Jahre unterteilen kann. Kein Leben besteht aus Jahren, sie alle bestehen aus Abschnitt.
Dieser Abschnitt könnte Ausbruch heißen, und er wird sich noch mehr als 60 Tage hinziehen. Viel länger noch. Ich weiß nicht, ob ich jemals ausgebrochen sein kann und will, doch ich arbeite darauf hin.
Es wird Zeit, dass ich meine Gedanken ordne, die Vergangenheit endlich irgendwie aufschreibe, verarbeite, auskotze und dann nach vorne schauen kann. Was anderes kann man doch nicht machen. So geht es immer weiter, dein Leben lang. Am Ende hoffst du nur, dass sich irgendjemand an dich erinnert. Moment, widerspreche ich mir gerade selbst?
Ich drehe mich im Kreis und tanze jetzt ins Neue Jahr.
31.12.07 16:49


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